Berichte 2023


Int. Nordic Open / Schleswig-Holstein

18.02.2023

Taekwondo-Quartett der SV Arnum viermal auf dem Treppchen

Auf der Int. Nordic Open, einem internationalen Nachwuchsturnier (nur LK2) in Schleswig-Holstein mit 32 Teams aus Deutschland, Dänemark und Finnland starteten wir mit vier Sportlerinnen.

Den Auftaktkampf hatte Mona in der Klasse Jugend B w bis 44 kg. Souverän und dynamisch kämpfend siegte die Erfahrenste des Arnumer Quartetts im Viertelfinale die Runden jeweils per Point-Gap (Abbruchsieg wegen hoher Punkteüberlegenheit) über Tara Marlen Babenerd (Sportschule Göcmen Lübeck) per 13:1 und 15:2. Somit zog sie mit einer Rundenwertung von 2:0 ins Halbfinale ein. Auch dort dominierte sie permanent den Kampf und erzielte gegen die Dänin Jasmin Shire aus Esbjerg mit zwei weiteren Abbruchrunden, wobei die Dänin gegen Ende der ersten Runde angezählt werden musste, problemlos den Halbfinalsieg und so den Einzug ins Finale. Nun ging es um den Turniersieg gegen die Hamburgerin Mia Alina Güzel. Auch im Finale attackierte Mona trotz der zwei bereits vorausgegangenen Kämpfe weiterhin druckvoll und fokussiert und bezwang so die Hamburgerin (Naders Gym), die gegen Ende der ersten Runde das Handtuch warf. Somit Gold und ein weiterer Turniersieg für die hoffnungsvolle Nachwuchsathletin.

Teamkollegin Hanna, zugleich die große Schwester. startete bei der A-Jugend bis 55 kg auf ihrem erst zweiten Turnier überhaupt und nach einer Woche Erkältungspause unmittelbar vor dem Turnier. Direkt ins Finale gelangt, unterlag sie, konditionell noch etwas geschwächt, aber im Rahmen des aktuell Möglichen alles gebend, Azra Sahin (Team Fullcontact Berlin) letztendlich nach Punkten, auch wenn sie sich in der zweiten Runde bereits auf die ranghöhere Gegnerin einstellen konnte und hier auch länger in Führung ging. Lehrjahre. Somit Silber für Hanna.

Auch Rayhana startete nach krankheitsbedingten Trainingsunterbrechungen. Im Finale der B-Jugend bis 41 kg erwartete sie Nehir Akyildiz (Golden Lions Pinneberg). Obwohl ihr erst zweiter Kampf überhaupt, bewies Rayhana hohen kämpferischen Einsatz, erzwang zu Beginn in dynamischen Angriffssequenzen schöne Treffer und einen deutlichen Punktevorsprung, musste jedoch letztendlich, erwartungsgemäß konditionell noch geschwächt, den Turniersieg nach Punkten abgeben. Ebenfalls Silber also.

Greta erreichte bei der A-Jugend bis 68 kg ebenfalls die Silbermedaille. In dieser Klasse des Halbschwergewichts gibt es überall besonders große Starterinnen; im Finale unterlag Greta so der deutlich höher graduierten langbeinigen Bochumerin Kendra Inhülsen (Ilyo Do), die zudem aus dem Schwergewicht dazugekommen war, und im Vorkampf sogar per Kampfleiterabbruch gewonnen hatte, trotz vollen Einsatzes und sauberer Technik nach Punkten. Obwohl Greta bis zur letzten Sekunde alles versuchte, gab die körperliche Überlegenheit der Bochumerin jedoch zum Schluss den Ausschlag.

 

 

Fazit: In allen Fällen trotz der Krankheitsphasen und Finalniederlagen ist eine positive Entwicklung der Kampfleistung sichtbar: die Potentiale werden weiter ausgebaut; der Zusammenhalt im Team klasse.